Geschichte der Evangelischen im Burgenland

Pagode beim Reformations-Fest 2017
Pagode beim Reformations-Fest 2017

Das Leben der Evangelischen dieses Landstriches war eng mit der wechselvollen Geschichte des westungarischen Raumes verbunden, was im 16. und 17. Jahrhundert eine zum Teil freiere Entfaltung des Glaubens ermöglichte und nach dem Landtag von Ödenburg 1681 sogar den Bau eigener Gotteshäuser („Artikularkirchen“) zuließ. Im ersten Jahrzehnt nach dem Toleranzpatent von 1781 entstanden im Gebiet des heutigen Burgenlandes 15 Gemeinden mit zahlreichen Tochtergemeinden. Das rege Schulleben („Turmschulen“) fand besonderen Aufschwung durch die Errichtung eines „Armenlehrerseminares“ 1845 in Oberschützen durch Pfarrer Gottlieb August Wimmer.

Bis 1918 waren die Evangelischen Gemeinden des Burgenlandes der Ungarischen Reichshälfte zugeordnet und es dauerte bis zum Jahr 1924, bis der erste Superintendent des Burgenlandes bestellt werden konnte. Erst seit 1956 ist Eisenstadt Sitz der Superintendentur.

Superintendenten

1924 – 1940 D. Theophil Beyer
1940 – 1962 Gustav Albert Dörnhöfer
1962 – 1975 Hans Gamauf
1975 – 1994 Dr. Gustav Reingrabner
1994 – 2002 Mag. Gertraud Knoll
seit 2003 Mag. Manfred Koch

Superintendentialkuratoren

1924 – 1931 Dr. Alfred Ratz
1931 – 1940 August Moritz Ratz
1940 – 1946 August Harsch
1947 – 1953 Dr. Friedrich Kraft
1953 – 1959 Ernst Guth
1959 – 1984 Dr. Julius Zetter
1984 – 1997 Dr. Roland Böbel
1997 – 2015 Prof. Mag. Gerd Zetter
seit 2015 Gerhard Fiedler