Gols

Evangelische Kirche Gols

Die Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Gols ist mit ihren rund 3.300 Mitgliedern die größte Evangelische Pfarrgemeinde des Burgenlandes. Zum Gemeindebereich gehören auch die Tochtergemeinden Neusiedl am See und Tadten so wie die Evangelischen des Seewinkels.

Die Evangelischen in Gols setzen schon seit Jahren sehr viele Aktivitäten in ihrer Pfarrgemeinde. So gibt es neben einer umfangreichen Kleinkinder- und Kinderarbeit auch jährlich zwei Basare, einen Kirchenchor und regelmäßige Weiterbildungsveranstaltungen. In letzter Zeit verstärkt wurde auch die Arbeit mit Familien im Rahmen des Familiengottesdienstes wie auch die Betreuung der älteren und kranken Menschen durch einen Besuchsdienstkreis.

Diese Situation hat es erforderlich gemacht, ein Haus für die verschiedenen Aktivitäten zu errichten. 1991 wurde das Evangelisch-lutherisches Gemeindezentrum fertig gestellt. Ein zentral gelegener Saal, der durch Holztrennwände dreigeteilt werden kann, bietet bis zu 400 Personen Platz. Weitere kleinere Räume stehen für regelmäßige Zusammentreffen in schöner Atmosphäre zur Verfügung. Gern genützt kann das Haus auch von Vereinen und Institutionen werden.

„Leben in der Gemeinde kann schön sein. Leben in der Gemeinde kann gut tun. Leben in der Gemeinde kann Begegnungen schaffen und eine Quelle werden.“

Geschichtliches:
21. August 1783: Grundsteinlegung der Kirche
13. Oktober 1887: Grundsteinlegung für den Turm, 47 m.
1963: Bau eines neuen Pfarrhauses
1976: Generalsanierung der Kirche: Entfernung der Emporen, Umbau des Altarraumes, Bleiglasfenster von Prof. Hannelore Knittler-Gesellmann.
1991: Errichtung des Evangelisch-lutherischen Gemeindezentrums
2003: Außenrenovierung der Kirche: Trockenlegung, Fassadensanierung, Sakristeizubau.

Neusiedl am See

Die Evangelische Tochtergemeinde Neusiedl am See
Die kleine evangelisch-lutherische Gemeinde hat heute ihren festen Platz im geistig-geistlichen und kulturellen Leben der Bezirkshauptstadt Neusiedl am See. Das verdankt sie einerseits der Verlässlichkeit und Tatkraft ihrer Mitglieder, besonders ihrer gewählten Mandatare, andererseits aber auch dem erfreulichen Klima der Toleranz, Offenheit und Geschwisterlichkeit seitens der großen katholischen Schwesterkirche und der gesamten Stadtverwaltung.

Die Wurzeln des evangelischen Lebens in Neusiedl sind aber nicht in der Stadt selbst zu suchen, sondern in den evangelischen Dörfern ringsum. So wie in den meisten burgenländischen Bezirken kam es kurz nach dem Erlass des Toleranzpatents durch Kaiser Josef II. , 1781, zu Pfarrgemeindegründungen außerhalb des Bezirkshauptortes. Die für Neusiedl maßgebliche evangelische Pfarrgemeinde war denn auch unsere Muttergemeinde Gols, heute noch die größte mehrheitlich evangelisch besiedelte Gemeinde Österreichs. Die paar evangelischen Neusiedler der ersten Stunde waren dementsprechend in ihrem geistlichen Leben, so wie alle übrigen evangelischen Seewinkler, nach Gols und seiner bedeutsamen Pfarrkirche orientiert.

Da sich das Gemeinde- und Aufgabengebiet des Golser Pfarrers nun aber von Pamhagen bis Winden am See erstreckt und die am weitesten entfernt wohnenden Gemeindeglieder enorme Wegstrecken für den Gottesdienstbesuch in Kauf nehmen mussten, regte sich früh der Gedanke, diesen evangelischen Glaubensgeschwistern mit dem Gottesdienst näherzurücken. So wurde am Beginn unseres Jahrhunderts zunächst einmal in Tadten, wo sich ein unübersehbares Häuflein von Evangelischen zusammengefunden hatte, eine Kirche gebaut und eine Tochtergemeinde gegründet, die freilich immerfort vom Golser Pfarrer mitbetreut werden musste.

Aber auch westlich von Gols nahm die Zahl der Evangelischen, namentlich durch konfessionsverbindende Eheschließungen und den Zuzug von evangelischen Flüchtlingen aus dem deutschen Osten, stetig zu. So entschloss sich die Pfarrgemeinde, zentral für die Orte Weiden am See, Jois und Winden am See, in Neusiedl eine Predigtstation zu errichten. Unterkunft für die Gottesdienste der Predigtstation fand man in der Neusiedler Hauptschule. Und so sammelte denn schon der ehrwürdige Senior Geistlinger, so wie nach ihm die Pfarrer Klettke und Nußgruber, seine getreuen Gemeindeglieder aus Neusiedl und Umgebung in einem Neusiedler Klassenzimmer auf Schulbänken und Schulsesseln um sich.

Auf Dauer konnte das jedoch keine Lösung sein und so tauchte der Plan auf, auch in Neusiedl eine evangelische Kirche zu errichten. 1978 begann das Golser Presbyterium, vehement durch die Superintendentur und den Superintendenten, Dr. Reingrabner, unterstützt, den Plan in die Tat umzusetzen. Der Baugrund für die Kirche in der Seestraße 30 wurde von der Superintendentur angekauft und zur Verfügung gestellt. Aber wer sollte als Bauherr fungieren? Weder die Superintendentur noch das Golser Presbyterium, sondern mit aller kirchlichen Unterstützung – natürlich die Neusiedler selbst! Da ergab sich allerdings ein gravierendes Problem: Eine Predigtstation ist keine Rechtspersönlichkeit, kann also keine Beschlüsse fassen und keine Geschäfte abwickeln. So überlegte man im Golser Presbyterium, entweder einen Bauausschuss für die Neusiedler Kirche einzurichten, oder die Predigtstation zur Tochtergemeinde zu erheben.

Zu Recht erwarteten sich das Presbyterium in Gols und der Superintendent, dass die Evangelischen aus dem Bereich der Predigtstation als eigenständige Tochtergemeinde mehr Engagement zeigen würden, als wenn sie bloß mit einem Bauausschuss konfrontiert worden wären. Und so wurden denn der Kirchenbau und die Erhebung zur Tochtergemeinde gleichzeitig betrieben. Für den Kirchenbau wurden ein Architekt und ein Baumeister gesucht, für die Tochtergemeinde ein sechsköpfiges Presbyterium.

Bereit, Verantwortung für die künftige Tochtergemeinde zu übernehmen, waren unter der Führung von Herrn Michael Boschner von Anfang an: Frau Helga Depauly, Herr Ing. Karl Taschner, Frau Frieda Weissmann, Herr David Nief und Herr Reinhold Reister. Als Architekt konnte Herr Bürgermeister Dipl.-Ing. Hans Halbritter gewonnen werden, mit der Errichtung des Neubaues wurde die Firma Brezina aus Frauenkirchen betraut. Blieb nur mehr die Frage der Finanzierung. Da musste es plötzlich sehr schnell gehen, denn der Gustav-Adolf-Verein, ein kirchliches Hilfswerk, bot an, die Geldmittel aus der Gustav-Adolf-Kindersammlung 1986, in etwa 2 Millionen Schilling ( € 140.000.-), für den Kirchenbau in Neusiedl zu widmen. Damit war der tragende Pfeiler der Finanzierung gesichert.
Bis Weihnachten 1986 wurde der Rohbau der Kirche ausgeführt, am 5. Juli 1987 wurde sie von Herrn Superintendent Dr. Gustav Reingrabner bereits feierlich eingeweiht.

Der Kirchenbesuch in der neuen Kirche, einem Schmuckstück des evangelischen Kirchenbaus in Österreich, war und blieb erfreulich. Die offen gebliebenen Finanzierungslasten wurden weitgehend von den Mitgliedern der Tochtergemeinde selbst übernommen und getragen, wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass es auch in der katholischen Schwesterkirche, aus dem Munde des ehrwürdigen Herrn Dechant Dr. Hannes Kohl, einen Spendenaufruf zugunsten unserer neu errichteten Kirche gab.

Mit Bescheid des Evangelischen Oberkirchenrates vom 29. September1987 traf die offizielle Bestätigung der Erhebung zur Tochtergemeinde in der Muttergemeinde Gols ein. Zu diesem Zeitpunkt bestand das Neusiedler Presbyterium seit dem 9. November1986 wie folgt:
Kurator Michael Boschner,
Kuratorstellvertreter Johann Dürr,
Schatzmeister Mag. Manfred Bohunsky,
Frau Hermine Lehnauer,
Frau Rosina Nitsch und
Herrn Mag. Wolfgang Gamsjäger.

1989 wurde die Stelle eines Golser Pfarrers im Schuldienst mit Sitz in Neusiedl errichtet. Gewählt wurde für diese Aufgabe Pfarrer Walter Dienesch, der seinen Dienst am 1. September 1989 antrat und seitdem die Neusiedler Tochtergemeinde selbständig betreut.

1990 konnte mit Hilfe von großzügigen Spendern das „Neusiedler Vater-Unser“, ein Bilderzyklus des Halbturner Künstlers Michael Csokay zu den sieben Bitten des Vater-Unser, erworben werden. Diese Bilder haben unserer Kirche anlässlich des ersten Gemeindefestes auch ihren Namen gegeben. Am 9. September 1990 benannte sie Herr Superintendent Dr. Gustav Reingrabner feierlich als „Evangelische Vater-Unser-Kirche zu Neusiedl am See“.

Unsere jüngste Anschaffung ist das Glockengeläut, das am 14.9.2003 vom neuen Superintendenten des Burgenlandes, Herrn Mag. Manfred Koch, eingeweiht wurde.

Wir evangelischen Neusiedler sind mehr als gewillt, auch weiterhin unseren Beitrag zum Wohl der Stadt zu leisten und danken für die Anerkennung und den Respekt in der vorbildlichen Minderheitenpolitik in Neusiedl.

 

Gottesdienst

Sonntag 9.00 Uhr
Dr. Martin Luther Platz 1, 7122 Gols

Kindergottesdienst: Sonntag 10.30 Uhr
Kleinkindergottesdienst jeden 3. Samstag im Monat 16.00 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum
Sternstunde* einmal im Monat, 19.00 Uhr, Evangelische Kirche

Tochtergemeinden:
Tadten – Evangelische Kirche (Gottesdienst 1. und 3. Sonntag im Monat 10.30 Uhr)
Neusiedl am See  – Evangelische Vater Unser-Kirche:
Sonntag 10.30 Uhr
Jeden 3. Sonntag im Monat: Familiengottesdienst mit Hl. Abendmahl und anschließend Kirchenkaffee (außer Schulferien)
Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat: Gottesdienst

Personen


Pfarrerin Haidvogel und Pfarrerin Tschank

Pfarrerin Mag. Ingrid Tschank, Mobil 0699/18 87 71 17,
E-Mail ta.sl1545000054og-gn1545000054ave@k1545000054nahcs1545000054t.dir1545000054gni1545000054
Pfarrerin Mag. Iris Haidvogel, Mobil 0699/18 87 71 16,
E-Mail ta.sl1545000054og-gn1545000054ave@l1545000054egovd1545000054iah.s1545000054iri1545000054

Kuratorin: Eva Nussgruber

RL: Renate Kast, Susanne Frank, Jennifer Jakob, Katharina Preisinger

Tochtergemeinden:
Tadten: Kurator Matthias Ebner, Telefon 02176/36 43
Neusiedl am See: Kuratorin Silvia Hrusa

Kontakt

Dr. Martin Luther Platz 1, 7122 Gols

Telefon 02173/22 94

E-Mail ta.sl1545000054og-gn1545000054ave@t1545000054marra1545000054fp1545000054

https://www.evang-gols.at/